RVNW besuchte Gedenkstätte Esterwegen

Am 25.10.2015 besuchte eine Gruppe des RV Nord-West bei bestem Herbstwetter die Gedenkstätte in Esterwegen.

Am Ort der heutigen Gedenkstätte errichtete der preußische Staat im Sommer 1933 das Konzentrationslager Esterwegen zur Unterbringung von politischen Häftlingen.
Von 1934 bis 1936 unterstand das KZ Heinrich Himmler als Reichsführer SS unmittelbar. Er löste das KZ 1936 auf.
Das Nachfolgelager war das Lager Sachsenhausen bei Berlin.

Zu den wohl bekanntesten KZ-Häftlingen in Esterwegen gehört der Friedensnobelpreisträger des Jahres 1935, Carl von Ossietzky.

Von 1937 bis 1945 war das Lager Esterwegen Strafgefangenenlager der Reichsjustizverwaltung.
Während des Zweiten Weltkrieges waren hier und in mehreren anderen Lagern von Wehrmachtsgerichten verurteilte deutsche Soldaten inhaftiert.
In einem Teil des Lagers Esterwegen („Lager Süd“) waren Widerstandskämpfer aus verschiedenen westeuropäischen Ländern, sogenannte „Nacht- und Nebel-Gefangene“, eingesperrt.
In der unmittelbaren Nachkriegszeit diente das Lager der britischen Besatzungsmacht als Internierungs- und Straflager.
Von 1953 bis 1959 war es Durchgangslager für Flüchtlinge aus der sowjetischen Besatzungszone (DDR). In dieser Zeit wurden alle Gebäude des ehemaligen Lagers abgetragen.

Von 1963 bis 2005 nutzte die Bundeswehr das Gelände als Depot, bevor es im Anschluss zur Gedenkstätte umgebaut wurde.

Der RVNW möchte sich noch herzlich bei Herrn Ausländer bedanken, der uns sehr eindrucksvoll die Geschichte des Lagers sowie den Aufbau der Gedenkstätte schilderte.
Den Abschluss bildete eine gemütliche Kaffeerunde im dazugehörigen Café.

Wer weitere Hintergründe zum Lager oder die Gedenkstätte Esterwegen besuchen möchte, findet viele Information auf der Webseite: http://www.gedenkstaette-esterwegen.de

Bericht: Olaf Wagener
Quelle: Gedenkstätte Esterwegen, bei der wir uns recht herzlich für den Text bedanken.

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