RVNW besuchte EMS-Sperrwerk in Gandersum

Am 17.04.2015 besuchte eine Gruppe des RVNW das EMS-Sperrwerk in Gandersum. Unter Führung des Sperrwerksleiters Dipl-Ing. Reinhard Backer (Hptm d. R. beim KVK Aurich) vom Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) sahen wir zunächst einen Filmbeitrag über die Planung, Entstehung und Funktion des Sperrwerks. Das Emssperrwerk bei Gandersum ist eines der modernsten Sperrwerke in Europa und seit September2002 in Betrieb. Das 476 Meter lange Bauwerk dient vor allem den Küstenschutz der EMS-Anlieger und darüberhinaus der Arbeitsplatzsicherung in der Region Ostfriesland und Emsland. Die größte Herausforderung meisterte das Sperrwerk mit der Allerheiligen-Sturmflut 2006, wo eine Höhe von 5,60 Meter über NHN erreicht wurde. Seit Inbetriebnahme wurden die Tore 10 Mal für Sturmfluten geschlossen, was auch Auswirkungen auf die Bereiche unterhalb der EMS hatte. So musste die Stadt Emden nach der Allerheiligen Sturmflut 2006 sein Deichkonzept überdenken und Anpassungen im Deichbau vornehmen. Als größte sichtbare Maßnahme sei der Umbau des Borkum-Kais zu nennen.
Höhepunkt der Führung war neben der Besichtigung der Leitwarte das Durchqueren des 60 Meter langen Wartungstunnels unterhalb der Hauptschifffahrtsöffnung, der 12 Meter unter NHN liegt. Dazu hat die Gruppe einen Höhenunterschied von ca. 20 Meter zu überwinden gehabt, da der Einstieg bei 8 Meter über NHN lag.

Nähere Angaben zur Geschichte und zur Funktion des Sperrwerks können der PDF-Datei vom NLWKN entnommen werden.
Emssperrwerk-2014-Internet
Sturmflut01112006

Bericht: Olaf Wagener

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.