RVNW auf dem Blütenfest in Wiesmoor

Bereits zum 63. Mal feierte der Luftkurort Wiesmoor Anfang September mit einem bunten Rahmenprogramm Norddeutschlands größtes Blütenfest. Anlass genug für den RVNW, live dabei zu sein (dieses Jahr haben wir es mit Blumen). Die Wiesmoorer feiern ihr Fest als Blumenmetropole Ostfrieslands mit einem langen Wochenende. Wie läuft das ab ?

– Am Donnerstag beginnt das Fest mit einem Kinderblumenkorso, anschließend feierliche  Eröffnung auf dem Marktplatz, natürlich mit Freibier. Gleichzeitig beginnt der „Jahrmarkt“,  der bis zum Ende des Festes andauert.
– Am Freitag findet das Blumenstecken der großen Motivwagen statt, ca. 1 Million frisch geernteten Dahlien-Blüten, gesteckt von den Vereinen der Umgebung z.B. viele Dorfgemeinschaften, Feuerwehr, Pfadfinder, aber auch ein Kaninchenzuchtverein.
– den Samstag hatten wir uns für unseren Besuch reserviert. Kamerad Gerhard Waltke , RV- Mitglied und als Vorsitzender der Dorfgemeinschaft Wiesederfehn, seinem Heimatort, aktiv am Geschehen beteiligt, hatte ein interessantes und abwechslungsreiches Programm auf die Beine gestellt.

Wir trafen uns an der Blumenhalle, auch hier wie bei der Landesgartenschau in Papenburg, Blumen, Blüten, Pflanzen. Überwältigend! Danach besuchten wir den Blumengarten, einem Erholungsbereich in unmittelbarer Nähe der Halle mit Rosen-, Gräser-, Farn- und Japangarten, viele Wasserflächen. Er lädt mit seiner Idylle zum Verweilen und zur Muße ein und bietet viele Anregungen für den häuslichen Bereich.

Die Fahrt mit dem „Gurkenexpress“ führt zunächst durch die Grossgärtnereien mit riesigen Gewächshäusern, hier werden jahreszeitlich bedingt Blumen gezüchtet, ein Bild zeigt eine Halle mit ca. 16 000 Weihnachtssternen. Weiter ging es durch das Freigelände und Baumschulen zurück.
Neben dem Blumengarten ist der Minigolfplatz der ostfriesischen Art. Ein Anziehungspunkt für Besucher aus nah und fern, Golfbälle werden z.B. in einen Mini-Eisenbahnwaggon geschlagen, der umkippt und den Ball weiterleitet oder in die Öffnung einer Tuba,
bei Treffer ertönt ein Musikstück.

Das Dorfmuseum erinnert an die Stadtgeschichte:
-Die Stadt feierte erst 2006 ihr hundertjähriges Bestehen. Sie entwickelte sich ab 1906 auf einem ca. 12000 ha großem Hochmoorgebiet. Der anfallende Torf wurde in einem E-Werk verwertet, das das Land mit Strom versorgte. Überschüssige Wärme nutzte man zum Beheizen von Treibhäusern. „Wiesmoorfrüchte“ wie Erdbeeren, Tomaten, Gurken und Melonen waren im In- und Ausland begehrt. Die Konkurrenz wurde stärker, Gurken kamen aus Papenburg, die Holländer hatten ihre Tomaten ( im Volksmund: schnittfestes Wasser) geschmacklich sehr verbessert. Das E-Werk wurde abgebaut, heute sind Blumen, Tourismus und weiterhin Torfabbau wichtige Einnahmequellen.
Weiter geht es zum Sportplatz. Hier beginnt ab 18.00 h ein Dämmerschoppen mit vielen Programmpunkten und heissem Rock- und Beachsound, Motto „ Moor of Rock“. Eine halbe Stunde später   präsentierten sich die Blütenwagen und konnten aus nächster Nähe besichtigt und bestaunt werden. Um 22.00 h erfreute ein Höhenfeuerwerk die Gäste.

Am Sonntag dann 2 Höhepunkte:
Der Blumenkorso fährt an Tausenden von begeisterten Zuschauern zur Freilichtbühne. Hier findet die Wahl der Blütenkönigin statt. Aus 7 Kandidatinnen wird die „Königin“ gekürt.
Sie trägt einen blumigen Namen, bisher „Lavendula II“, nun „Zinnia I.“. 2 Prinzessinen stehen ihr zur Seite, alle nehmen repräsentative Aufgaben wahr.

Am Montag  endet das Spektakel mit der Schau „ Kanal in Flammen“, eine stimmungsvolle Feuerillumination und ein Fackelschwimmen versetzen den Fehnkanal in atemberaubendes Licht. Ein bisschen Hauch von „Rhein in Flammen“.

Übrigens war Wiesmoor bis 1989 ein Bundeswehrstandort.
Hier war eine FlaRakEinheit, die 3./FlaRakBtl 26 in  der ehemaligen Fehn-Kaserne  stationiert.

Bericht: U. Frobel

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