2.Treffen der „Braunschweiger ABC-isten“ in GIFHORN

Seit 50 Jahren bestehen die Kontakte der Unteroffiziere/ Offiziere des Unteroffiziers-Korps der ehemaligen ABC- AbwKp 1 im Standort Braunschweig, eine feste, mit den Jahren gewachsene Tradition. Jetzt traf man sich zum 2. Mal ( nach 2012) in Gifhorn.
Die angenehmen Zimmer im Hotel „Isetal“ und das ausgezeichnete Frühstücks-/Abend-Buffet waren uns noch in guter Erinnerung.
Nach einer kurzen Begrüßung bei Kaffee und Kuchen besichtigten wir am Freitagnachmittag im Bereich des Internationalen Mühlenmuseums den Glockenpalast, ein Zentrum mit dem Zweck, die Begegnung und Verständigung der Menschen weltweit zu fördern. Er steht nicht nur für die traditionelle russische Handwerkskunst, sondern widmet sich ganz besonders den Friedensnobelpreisträgern, allen voran Albert Schweitzer und seinem Leitsatz „ Ehrfurcht vor dem Leben.“
Am 19. September 1996 legte Michail Gorbatschow (Schirmherr) und seine Frau Raissa den Grundstein für das „Europäische Kunsthandwerker-Institut“ in unmittelbarer Nähe der russisch-orthodoxen Holzkirche des „ Heiligen Nikolaus“. Das Gebäude ist im russischen Klosterstil errichtet und mit vielen goldenen Kuppeln und Dachreitern eine besondere Attraktion, einmalig in Deutschland. Neben Räumen für Ateliers, Werkstätten und Ausstellungen ist die Glockengießerei der zentrale Punkt des Gebäudekomplexes. Besondere Anziehungspunkte sind neben den vielen Ausstellungsstücken :
– die Dreifaltigkeits-Ikone des berühmten russischen Ikonen-Malers Andrej Rubljow
– die stilisierte Nachbildung der russischen Zarenglocke aus dem Moskauer Kreml
– die große Statue von Albert Schweitzer sowie
– das Modell der Arche Noah, eine Vision zum Themenkomplex Umwelt-, Tier- und Klimaschutz.
Das Einheitsdenkmal „ Europäische Freiheitsglocke“ wurde 2007 vor dem Glockenpalast errichtet. Es erinnert an den Fall des „Eisernen Vorhangs“ und an die wiedererlangte Einheit Deutschlands in Frieden und Freiheit. Zentraler Bestandteil des Denkmals ist die Freiheitsglocke, Gewicht über 10 t, die größte Glocke Niedersachsens und die drittgrößte Deutschlands. Auf ihr sind Portraits von Michail Gorbatschow, George Bush sen.,
Helmut Kohl und Gyula Horn mit speziellen Widmungen abgebildet, weitere u.a. vom damaligen Bundespräsidenten und der Bundeskanzlerin.
Auf 8 rund um das Denkmal aufgestellten Tafeln sind bedeutende Ereignisse der deutschen und europäischen Geschichte zwischen 1933 und 2007 zu sehen. Aufgehängt an einem großen Kreuz erinnern Stacheldraht und kleine Kreuze symbolisch an den „ Eisernen Vorhang „ und die vielen Menschen, die an der früheren innerdeutschen Grenze zu Tode kamen bzw. als politisch Verfolgte inhaftiert wurden.
Das gesamte Projekt entstand aus rein ideellen Gründen und ohne öffentliche Förderung, Initiator ist Horst Wrobel an der Spitze einer Trägergesellschaft.
Nach dem hervorragenden Kalt-/Warmen-Buffet begrüßte Hptm a.D. Walter Lange die 31 Teilnehmer, u.a. Oberst Dieter Jaksik mit Gattin in einer mit Anekdoten versehenen humorvollen Laudatio.
Am Samstag besuchten wir die „Autostadt“ des VW-Werkes in Wolfsburg. Das Besucherzentrum spiegelt die Bedeutung des Weltkonzerns VW wieder. Eine riesige Eingangshalle, großzügig mit zweiteiligen ca. 20 m hohen Glastüren, die hydraulisch geöffnet werden, einer riesigen Weltkugel, im Fußboden versenkte Globusse mit verschiedenen Grafiken (durch Glasbausteine anzuschauen), zeigten uns, dass der VW-Konzern hier nicht an Geld gespart hat. Ein sympathischer junger Mann, sehr kompetent, informierte uns über Wissenswertes in der Entwicklung, Autobau, Design und Vertrieb der verschiedenen Automarken. Im Außengelände besichtigten wir das Ausstellungsgebäude mit Modellen im Laufe der Jahrzehnte, darunter der 5.millionste Käfer (vergoldet), der legendäre VW-Bulli, aber auch das „Kommiß-Brot“, ein Rennwagen von Audi und natürlich das erste Auto überhaupt. Jede VW-Marke hat ein eigenes Ausstellungsgebäude, wo diese Modelle präsentiert werden. Hier konnte jeder anschauen, was ihn besonders interessierte.. Beeindruckend das Gebäude der Abholzentrale ( ca. 400 PKw täglich) und die 2 Parktürme für diese, vollautomatisch betrieben. Nach der Führung starteten wir zu einer ca. einstündigen Bootsfahrt auf dem Mittellandkanal, unmittelbar am Werk gelegen, und konnten einen Großteil der Produktionsstätte vom Wasser aus betrachten.
Am späten Nachmittag machten wir noch einen Schiffsausflug auf der Ise, einem Nebenfluss der Aller, mit wunderschöner Fauna und Flora. Der Abend diente dem gemütlichen Beisammensein mit viel Spaß und natürlich dem Singen des ABC-Liedes. Am Sonntagmorgen rundete ein Spaziergang an der Aller mit Besichtigung des Gifhorner Schlosses das Programm ab.
Beim anschließenden Ausklang ließen wir die schönen erlebten Stunden noch einmal Revue passieren und bedankten uns mit kleinen Präsenten bei den Organisatoren unter Leitung von Hptm a.D. Walter Lange für die gelungene Veranstaltung.
Die Organisatoren sind Mitglieder der Kameradschaft, engagieren sich im RV und verstehen diese Treffen, die sich alleine von der Zielsetzung nicht in ein Jahrestreffen integrieren lässt, als Pflege der Kameradschaft ehemaliger Angehöriger der ABC-Abwehrtruppe und Werbung für die Kameradschaft der ABC-Abwehr- und Nebeltruppe e.V.

Bericht: Ulrich Frobel
Bilder : Hans Hentrich

8 Gedanken zu „2.Treffen der „Braunschweiger ABC-isten“ in GIFHORN“

  1. Leider habe ich von diesem Treffen nichts gewusst. Ich war von 1974 bis 1986 Angehöriger der ABC-AbwKp 1.
    D.h. einer der „alten Braunschweiger“.
    1. Letzter Dienstgrad: Oberfeldwebel
    2. Letzte Dienststellung: KpTrpFhr u. TrFmFw
    Ich bin sehr an Kontakten mit den ehemaligen Angehörigen der ABC-AbwKp 1 interessiert.
    Mit freundlichen Grüßen
    Manfred Hupke

      1. Sehr geehrter Herr Oberstleutnant,
        als langjähriger Angehöriger der ABC- Abwehrkompanie 1 fühle ich mich Ihrer Kameradschaft verbunden, zumal wir während der aktiven Zeit auch sehr oft in Emden waren und Ulli als Kpfw uns auch nach der Auflösung immer auf dem Laufenden gehalten hat und als Mitglied unseres kleinen OrgTeam unersetzlich ist.
        Mein Dank gilt aber Ihnen, da Sie unsere Aktivitäten gut ins Bild und in die Presse bringen.
        Ich wünschen Ihnen und Ihrer Familie frohe Ostertage.
        Mit kameradschaftlichen Gruß
        Walter Lange
        Hptm. a. D

        1. Sehr geehrter Kamerad Lange,
          vielen Dank für Ihre Worte.
          Ich wünschen Ihnen und Ihrer Familie ebenfalls schöne Ostertage!
          MkG
          Olaf Wagener

    1. Lieber Kamerad Hupke,
      Ihnen und ihrer Familie alles Gute für das noch nicht so alte Jahr 2016.
      Unser kleines ehrenamtliches Team mit Ulli, Willi und Josef freut sich auf alle die die Verbindung mit uns halten möchten.
      Schick mir doch Deine Anschrift, Telefonnummer und Mailadresse.
      Mit kameradschaftlichen Grüßen
      Walter Lange

  2. ja
    manfred ,so ist das
    es werden nicht alle „alten bs „eigeladen,
    ich auch nicht
    ich hoffe es geht dir gut
    alles gute
    dein ehem.grp,fhr.
    harald seebauer

  3. Lieber Harry,
    auch Dir und Deiner Familie alles Gute für das neue Jahr und wenn Ihr interessiert seid bei einem evtl. nächsten Treffen mitzumachen, schick mir doch bitte Deine Anschrift. Auch Mail.
    Unser kleines Team mit Ulli, Willi und Josef freut sich über alle Kameraden die aktiv mitmachen.
    Herzliche Grüße
    Walter

    1. hallo walter
      vielen dank für die antwort
      auch euch allen ein gesundes neues jahr
      ich hätte schon interesse an einem evt. erneuten
      treffen
      meine mail h-chen@t-online.de
      ihr seit ein gutes team
      für eure arbeit ein großen dank
      euch allen alles gute
      euer „harry“
      harald seebauer

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